Posts mit dem Label Wieder was gelernt. werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Wieder was gelernt. werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 31. Dezember 2014

Jahresrückblick 2014

Nachdem ich den Fragebogen vom letzten Jahr im Sommer in den Entwürfen gefunden habe, veröffentliche ich ihn heute auch. Nehme ich an.

Zugenommen oder abgenommen? 
Abgenommen! 13 kg, der Elternzeit-Bequemlichkeitsspeck ist weg.

Haare länger oder kürzer? 
Kürzer und wieder wachsend, nachdem die hiesige Dorffriseurin zu enthusiastisch Hand angelegt hat. 2015 geh ich wieder zu einem vernünftigen Friseur.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Da sollte ich tatsächlich mal schauen lassen, aber danach hätte ich vermutlich eine Brille. Ich weiß ja nicht.

Mehr Geld oder weniger?

Mehr! Nicht viel, aber endlich wieder selbst verdient.

Mehr ausgegeben oder weniger? 
Mehr. Geht ja jetzt.

Der hirnrissigste Plan?
In ein Flugzeug zu steigen.

Die gefährlichste Unternehmung?
In ein Flugzeug zu steigen. Von wegen, das ist wie Zugfahren.

Die teuerste Anschaffung?

Ich vermute, das war die neue Kaffeemaschine. Alternativlos, wenn die alte stirbt.

Das leckerste Essen? 

Der einzige Restaurantbesuch ohne Kinder, den wir dieses Jahr hinbekommen haben. Der war aber richtig schick.

Das beeindruckenste Buch? 
John Niven- Gott bewahre. Dieses Buch hat tatsächlich mehr für mein Weltbild getan als 13 Jahre Religionsunterricht.

Der ergreifendste Film? 

Say anything. Fürchte ich. 

Die beste CD?
Marcus Wiebusch- Konfetti

Das schönste Konzert?
Marcus Wiebusch in Karlsruhe. Nicht wegen dem Gespräch nach dem Konzert (okay, das war auch ziemlich nett), sondern weil er "Was hätten wir denn tun sollen" gespielt hat, ein Lied, bei dem ich davon ausgehen musste, es nie live zu hören.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Meinen Kindern. Und so schön das auch war, ich freue mich, daß sich das nächstes Jahr Richtung "Arbeitskollegen" verschiebt.

Die schönste Zeit verbracht mit…?

Freunden. Nachdem ich mich die letzten Jahre in meinem Hausfrauenkosmos verloren habe (man rutscht da so rein), bin ich jetzt wieder präsenter. Und ich verkünde mit Stolz, dass sie geduldig gewartet haben. Großartige Leute kenne ich.

Vorherrschendes Gefühl 2014? 

Was denn noch?

2014 zum ersten Mal getan?
  

Geflogen. 

2014 nach langer Zeit wieder getan?

Klamotten gekauft und mich drin wohlgefühlt.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen? 
 

Der fünfwöchige Krankenhausaufenthalt mit dem Löwenherz.
Die Trennung von zwei wirklich guten Freunden.
Das in Amsterdam zerstörte Handy.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
  

Dass ich wieder arbeiten gehen will.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe? 

Dem Geschrei nach zu urteilen das Casper-Konzert mit meiner Tochter. 

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat? 
Definitiv mein Weihnachtsgeschenk! Nicht wegen der Kohle, sondern dem Symbolwert. Ich wurde  zu einer Hochzeit in der Karibik eingeladen. Ohne Mann, ohne Kinder. Und nach diversen Diskussionen bekam ich einen Gutschein über den Flug geschenkt. Sticht den gewünschten Staubsauger sowas von aus!

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

Das Medikament schlägt an.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe? 

Ohne Sie hätte ich's nicht geschafft.

2014 war mit 1 Wort…?

Viel.

Sonntag, 21. Dezember 2014

Geschenkeleaks

Dass das irgendwann passieren musste, war mir klar, allerdings habe ich mich in der Besetzung geirrt. Miss E. hat die Weihnachtsgeschenke gesucht und gefunden, so wurde mir das von der Kronprinzessin zugetragen. Ich habe noch nicht mal den "Wir petzen nicht"-Vortrag gehalten, so enttäuscht war ich. Enttäuscht, weil sie die ganze Überraschung kaputtgemacht hat, in Sorge, ob sie den Kleinen erzählt, was sie bekommen werden.

Das ist jetzt ein paar Tage her und ich habe mich sortiert. Ursprünglich war der Gedanke, die Sachen alle zurückzuschicken und ihr was Anderes zu bestellen, dann hätte ich wenigstens ein überraschtes Gesicht gesehen. Wahlweise garniert mit einem pädagogisch wertvollen Vortrag, der im Zweifel aber mir mehr das Fest verhunzt als ihr.

Als ich so rumüberlegt habe, ist mir eingefallen, wie ich mal mein Weihnachtsgeschenk gesucht habe und unter dem Bett meines Schwester gefunden habe. Das war damals ein Alf-Buch und ich hab mich wahnsinnig gefreut (ich war großer, großer Fan), konnte meine Freude nicht teilen und musste an Heiligabend Überraschung heucheln. War alles doof und hat mich kuriert, ich hab nie wieder gesucht.

Sie kriegt die Sachen jetzt. Sie wird nicht überrascht sein, es doof finden, vielleicht nutzt es ja was. Den Geschwistern hat sie die Geschenke wohl nicht verraten, da wäre ich tatsächlich sauer geworden. Die Kronprinzessin ist diesmal mit der Petzerei durchgekommen, da muss ich jetzt auch nicht mehr mit anfangen. Und die Verstecksituation wird ab sofort geändert.

Sonntag, 2. Februar 2014

Neue Erkenntnisse

Nachdem es hier monatelang ruhig war, weil viel zu tun war, aber auch nichts sensationell bloggenswertes passiert ist, habe ich lange überlegt, wie ich wieder einsteige. Zu einem großen Rundumschlag fehlt mir die Zeit (und spannend wär der ja auch nicht, weil ja eben nichts passiert ist), der große Knaller "das MUSST du bloggen" blieb aus, also fang ich jetzt einfach wieder an.

Diese Woche war ich mit dem großen Sohn in der alten Heimat, um ihm im Rahmen eines dubiosen Allergietests Blut abzapfen zu lassen (Der Test fiel dann aus, weil der Test dubios ist, anders als der Arzt, der war toll), aber eigentlich müsste ich anders anfangen, nämlich so:

Der große Sohn aka Wummel knallt durch. Unregelmäßig, aber häufig. Daß da der Zucker eine Rolle spielt, habe ich durch Selbstversuche schon rausgefunden, mich hätte aber nun interessiert, ob da andere Lebensmittel auch eine Rolle spielen. Dazu gibt es einen Test, den kann man machen lassen. Also hab ich letztes Jahr einen Termin vereinbart und war auf einen furchtbar anstrengenden Nachmittag gefasst, als ich mit dem großen Sohn in die Bahn gesetzt hab. Allein die Bahnfahrt hätte schlimm werden können, aber was sag ich: Es war toll. Das mag am aufregenden vormittäglichen Theaterbesuch mit der KiTa gelegen haben, ich tippe aber eher auf die exklusive Zeit mit mir bzw. der Kombination aus beidem. Keine Geschwister, kein Haushaltskram, kein Telefon, nur der Wummel und ich. Wir sind ein Stündchen früher gefahren und haben noch ein Faschingskostüm besorgt, die vorangegangenen Schweißausbrüche wegen "er nimmt bestimmt den Laden auseinander" waren gänzlich unbegründet, er war lammfromm. Der Arzttermin bestand also lediglich aus einem Gespräch, der Nachmittag war somit piekfrei, entspannt und die Wummel-Exklusivzeit hat einen festen Platz im Kalender. Zucker verträgt er trotzdem nicht, bevor einer fragt.

Die kleine Tochter hat zum ersten Mal einen Übernachtungsgast zu Besuch. Alle waren in Aufruhr, alles halb so wild (aber: das Kinderzimmer wurde meckerfrei aufgeräumt, allein dafür lohnt sich sowas), zur Informationsgewinnung sind solche Besuche aber zu empfehlen: Miss E. Schnäkigkeit kommt mir gar nicht mehr so schlimm vor, wenn hier jemand sitzt, der Knoblauchcreme (kindertauglich, die kann man schon essen) zu bitter findet, die Langos innen zu weich, den Schmand zu fett, Zimt generell nicht mag, weder Tee noch Milch mit Honig mag (Honig gar nicht und Milch nur eine bestimmte Marke) und bei der Abendknabberei wären im Gegensatz zu den Cräckern, N.ippon und Gummizeug meine Nougat-Meeresfrüchte zwar okay gewesen, aber da bin ich dann hart geblieben, weil: Das sind meine. Ich esse seit über einem Jahrzehnt nur Angelutschtes, Ausgesuchtes und bestenfalls Geteiltes, aber meine Meeresfrüchte sind meine, weil wenn die Reihenfolge nicht stimmt, kann ich die nicht mehr essen (ich weiß es doch auch nicht) und außerdem ist einfach mal was ganz für mich. So.
Und auch wenn sie noch da ist, aber den besten Moment kann ich schon küren: Das Kind (3. Klasse) kommt mit einem gefalteten Notizzettel zu mir und fragt, ob ich auf meinem Computer auch Musik anmachen kann, weil sie ein Lieblingslied hat und das gerne hören würde. Ausgehend vom Musikgeschmack meiner kleinen Tochter habe ich jetzt mit einer vierminütigen Geschmacklosigkeit gerechnet, die, wenn es gut läuft, Käse ist und wenn es schlecht läuft, jugendgefährdender Käse (Frauenbild!). Aber was sag ich: Das Kind wünschte sich die Eurythmics. Furcht weicht Freude und in mir keimt die Hoffnung, daß der Musikgeschmack meiner Töchter nicht nur einem Wandel unterzogen sein wird, sondern sich dieser Wandel auch in eine erträgliche Richtung vollzieht. Jetzt sitzen sie oben im Kinderzimmer und singen "Sweet dreams", was jetzt definitiv kein Text für kleine Mädchen ist, aber gegen "Sammadem wonnabbijus baju" kann man ja schlecht was sagen.

Mittwoch, 20. November 2013

Das Browser-Alphabet

Eigentlich weniger für euch als für mich. Golgendes Prinzip: Man tippt einen Buchstaben in die Adresszeile des Browsers und kopiert die dort erscheinende URL. Und los:

A: Amazon.de - Kaum überraschend, daß ich "auffem Dorf" viel online bestelle.

B: blogger.com - Auch wenig verwunderlich.

C: chefkoch.de - Ich kann nun mal nicht freihändig kochen, ich kann nur mit Rezept.

D: de.webfail.com - Und schon geht's los mit den wenig repräsentativen Ergebnissen

E: efa-bw.de - Mein Spickzettel, wie ich von hier wegkomme. Für wieder her hab ich Öffi.

F: facebook.com - Nun ja. Man kann ja viel sagen, aber komplett unpraktisch ist es nicht.

G: google.com - Was auch sonst.

H: hypoplastischeherzendeutschland.de - Ein netter kleiner neuer Verein mit guten Absichten

I: ikea.de - Der Möbelschwede

J: jako-o.de Offensichtlich habe ich ein Konsumproblem.

K: krasserstoff.com - Zwei Stunden, bis die Casper-Clubtour ausverkauft war. Zwei. Stunden. Nach anderthalb konnte ich die Seite aufrufen und bestellen. Heieiei.

L: Hier hab ich behumst, die Schule meiner Tochter schreibe ich nicht auf. Also gibt's den zweiten Treffer: dict.leo.org

M: maps.google.com - Kennt man ja.

N: nolp.dhl.de - Die Sendungsverfolgung der Post. Irgendwie muss der ganze bestellte Kram unterwegs ja beaufsichtigt werden.

O: olymp.de - Friseursalonstühle. Ich weiß es doch auch nicht.

P: paulinespapier.de - Meine Stempeldealerin

Q: nüscht!

R: redcoon.de - Wenn ich reich und berühmt bin, kriege ich bestimmt den Kartoffelschälautomat.

S: Wieder behumst, meine Bank muss auch keiner wissen. Zweitplatziert ist de.smallable.com mit richtig schicken Sachen.

T: twitter.com - Mich überrascht das nicht.

U: umgemuenzt.de - Leider sind bislang nur Kontaktdaten hinterlegt, aber dieser Mensch macht sehr, sehr coole Möbel.

V: vertbaudet.de - Günstige Kinderkleidung, wer hätte das denn jetzt erwartet? Bestimmt niemand.

W: watchever.de - Werbefreie Filme für die Kinder, Parker Lewis für mich. Phänomenal!

X: nüscht!

Y: youtube.com - Moviepilot Filmcheck!

Z: zara.com - Das glaub ich ja jetzt nicht.

Lassen Sie mich das kurz zusammenfassen: Einkaufen, einkaufen, einkaufen, bisschen Filme und bisschen Verein, dann wieder einkaufen, einkaufen, einkaufen. Ich gehe fürchterlich ungern shoppen, vom Sofa aus in ausgeleierten Jogginghosen und wirrer Frise ist das reichlich komfortabel. Ich faules Stück!

Freitag, 8. November 2013

Für sowas zahl ich Eintritt

Jetzt muss ich mich mal eben aufregen.

Alles fing an vor einigen Monaten, als ich mich aufgeregt vor den Rechner gesetzt habe, um Konzerttickets zu kaufen. Kurz vor Start war die Seite schon überlastet, nach anderthalb Stunden Nervenzirkus waren schon alle Termine bis auf einen ausverkauft. Das war aber nun mein Wunschort und ich war hocherfreut. Nach insgesamt zwei Stunden war die komplette Tour ausverkauft, lauschige kleine Clubkonzerte, die Vorfreude war groß.

Böse Menschen könnten nun behaupten, daß sich nur die ganz Bekloppten um zehn morgens hinsetzen und neunzig Minuten sitzen bleiben, um bei so einer Veranstaltung mitzumischen. Davon ging ich auch aus; alle wollen da echt hin und freuen sich.

Das ist auch unbestritten, aber bei dem Konzert, das nun am Mittwoch endlichendlich stattfand, standen echt Menschen im Publikum und tippten auf ihrem Handy rum. Nicht an der Bar oder in bequemem Abstand, sondern mitten im Getümmel, Mitte vorne. Geht aber noch besser: Menschen, die von weiten Teilen des Konzerts mit dem Smartphone Videos drehen, natürlich auch mittenmang.

Versteht mich nicht falsch, ich hab auch schon Fotos von Konzerten gemacht (wenn auch nicht bei solchen Abenden, wo man von einer Tanzveranstaltung der etwas rustikaleren Art ausgeht, da lass ich mein Handy lieber an der Garderobe, um es zu behalten), normalerweise macht man das ja am Anfang schnell oder meinetwegen zwischendrin nochmal. Aber ich will mich auf einem Konzert verflucht nochmal nicht dafür anschnauzen lassen, dass ich mich bewege, weil den Menschen aufgrund zu wackeligen Materials die große You.tube-Karriere verwehrt bleibt. Was soll das denn? Warum gehen Personen auf Konzerte, bei denen man mit Gewimmel, Stürzen und herumfliegenden Körperteilen rechnen muss, stellen sich mittenrein und wundern sich, dass da jemand zappelt und springt? Und gucken sich den Act nur durch die Linse an? Und hindern andere am Feiern? Ich versteh sowas nicht. Es gibt wirklich sehr seltsame Leute.

Mittwoch, 30. Oktober 2013

No more Caprese

Als die Kronprinzessin gerade ein Jahr alt war, aß sie einen Spekulatius und bekam komischen Ausschlag. Der breitete sich schnell aus, das Kind wurde dick und die Luftröhre war so freundlich, erst zuzuschwellen, als wir die Kinderklinik betraten.
Seitdem wissen wir, daß sie auf Nüsse allergisch reagiert, was grundsätzlich erstmal gut ist.

Heute rief die KiTa an, weil das Löwenherz nach dem Frühstück erst ein rotes, dann ein dickes rotes Gesicht bekommen würde, es gab unter anderem Tomaten. Erstmal wusste ich daß er das hat und teilte der Dame mit, sie möge doch bitte beobachten, ob es schlimmer wird, der Ausschlag verschwindet nach einer Weile wieder. Verschwunden ist allerdings nur meine Gelassenheit, und zwar nach einem zweiten Anruf, aufgrund dessen wir hektisch und sachte nervös (man erinnere sich an die zugeschwollene Luftröhre der großen Schwester) dann doch zur KiTa aufgebrochen sind.

Das Löwenherz sitzt inzwischen abgeschwollen und mit wieder annähernd normaler Gesichtsfarbe hier und spielt Feuerwehr ("dadn-dada, dadn-dada"), der Ausschlag ging zurück, nachdem wir informiert wurden.
Tomaten stehen jetzt also auf der Liste der zu vermeidenden Nahrungsmittel, wir sind etwas schlauer und mein Tagesplan (Lunchdate mit dem Hasen) dahin. Aber das Kind schnauft, das ist ja auch was wert.

Dienstag, 17. September 2013

Herbst ist, wenn ich es sage

Der Hase ist hier Heizungsbeauftragter, ganz fünfziger-Jahre-mäßig. Die Dame des Hauses (also ich) dreht nur am Heizkörperrädchen, den ganzen Rest wie Wartung etc. regelt er.

Uns ist kalt. Uns meint die Kinder und mich, denn der Hase himself weilt ja den Großteil der Woche in klimatisierten (meint: beheizten) Büroräumen und Hotels. Nun frug ich, wann wir (also: er, weil siehe oben) denn die Heizung einschalten könnten, und da wurde es seltsam. Vor der Erstellung dieses Eintrags habe ich nochmal recherchiert, damit ich das auch verstehe. Traditionell wird die Temperatur mit einem Thermometer abgemessen. Nicht bei uns, anders kann ich mir die Antwort des Hasen nicht erklären. "Im Oktober" meinte er, also wird für die Temperaturanzeige bei uns wohl der Kalender genutzt.

Man lernt eben nicht aus.

Er wird die Heizung aber heute Abend schon einschalten, weil ich so gute Schimpfwörter kann Argumente habe.

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Nur Geduld

Wenn man lange genug wartet, ist das geplante Weihnachtsgeschenk für Kind 2/4 endlich überall mit Lieferzeiten "zwei Frauen" oder "in ein bis zwei Monaten" versehen. Hab ich sauber hingekriegt.

Dienstag, 16. Oktober 2012

Günther

Ein Kind schreit, weil es sich mit einem anderen streitet, eins bekommt auf Wunsch die Klamotten von der großen Schwester aufgeschnitten, es gibt dringende Hungerattacken, Termine, die vereinbart werden müssen und schmutzige Wäsche sowieso. Das Freundebuch, für das noch ein Klebefoto gesucht werden muss und der Hase, der heute Abend aus München zurückkommt, das ist mir heute alles zuviel. Heute will ich mich verkriechen, mir eine Decke über den Kopf ziehen und einfach nur traurig sein.
In meinem Leben gab es immer Tiere, manche durften einfach einschlafen und manchmal mussten sie erlöst werden. Gestern war ich zum ersten Mal die Erwachsene. Musste mit der Ahnung im Hinterkopf zum Arzt, die Entscheidung treffen, ihn halten und ihn loslassen. Musste es den Kindern beibringen und tapfer sein. Das Grab werde ich ausheben, den Stall abbauen und verkaufen und dabei die ganze Zeit ganz erwachsen, groß und abgeklärt sein. Aber wenn mir noch eine Karotte, ein Apfelgriepsch oder ein Kanten Brot über den Weg läuft, kann ich für nichts garantieren, dann kann ich vielleicht nicht mehr.

Sonntag, 7. Oktober 2012

Semmelnknödeln

"Semmelknödel werden schön rund, wenn man dem Kochwasser etwas Stärkemehl zugibt." Das gilt augenscheinlich nur für Knödel, die schon vor Beginn des Kochvorgangs rund waren. Ach, und wenn im Rezept steht "Zubereitung 35 min" gilt das nur für Leute, die schnell kochen. Ich gehöre nicht dazu. Essen war also spät, die Kinder lange wach und die Küche ist morgen bestimmt auch noch dreckig. Federweisser, jetzt!

Mittwoch, 26. September 2012

Wieder was gelernt

  • Möbelschwedenkartons können verdammt schwer sein. Auch die langen. 
  • Schweren Möbelschwedenkarton mal eben hinlegen mit Baby auffe Arm geht nicht.
  • Schweren Möbelschwedenkarton auf der Zehe merkt man sofort. 
 Aaaaaber: Schrank und Zehe haben überlebt.